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Fluggastrechte: Vogelschlag ist laut EuGH-Generalanwalt kein "außergewöhnlicher Umstand"

In seinen Schlussanträgen vom 28.07.2016 in der Rechtssache C-315/15 empfiehlt Generalwalt Bot dem Gerichtshof, Art. 5 Abs 3 der Fluggastrechte-VO 261/2004  dahingehend auszulegen, dass ein Vogelschlag keinen "außergewöhnlichen Umstand" begründet und das Luftfahrtunternehmen daher bei Annullierung oder großer Verspätung des betroffenen Fluges nicht von der Ausgleichsleistung entlastet. Vogelschläge gehören nach Ansicht des Generalanwalts zum gewöhnlichen Betriebsrisiko eines Luftfahrtunternehmens. Wenn sich der Gerichtshof dem anschließt, fällt ein weiteres Verteidigungsargument der Luftfahrtunternehmen weg. Auch für Blitzschläge könnte dann wohl nichts anderes gelten.